Über 6.500 Athletinnen und Athleten, mehr als 200 Medaillenentscheidungen in 37 verschiedenen Sportarten – das sind die Sport Austria Finals 2025! Nachdem auch Darts heuer bei dieser großartigen Veranstaltung dabei ist, hat An Sporran in diesem Jahr keine Kosten und Mühen gescheut um mit einem achtköpfigen Aufgebot würdig in Innsbruck vertreten zu sein! Und so machte sich unsere Abordnung bereits freitags auf den Weg nach Tirol zu Österreichs größter Sportveranstaltung des Jahres, um an den Steeldarts Staatsmeisterschaften teilzunehmen.

Los ging es aber wie gewohnt erst am Samstag mit den Doppelbewerben. Bei den Damen waren wir hier mit dem Duo Barbara Walkner/Noémi Fülöp mit am Start, für die es jedoch nicht ganz nach Wunsch lief. Zwar gab es zunächst einen sicheren 3:0 Auftaktsieg gegen Rainer/Rainer, doch die wichtige 2. Partie gegen Wendl/Schlosser, die zu einer Nervenschlacht mit vielen vergebenen Doppeldarts wurde, kippte leider aus unserer Sicht mit 2:3 auf die falsche Seite. Da anschließend sowohl eine Überraschung gegen die gesetzte Paarung Muzik/Neumayer als auch Schützenhilfe von Rainer/Rainer im letzten Gruppenspiel ausblieb, gab es somit das Vorrunden-Aus.

Bei den Herren starteten für unsere Farben die Doppel Michael Kopietz/Christoph Melnitzky, Paul Targyik/Arthur Berghammer und Mario Biljanoski/Julian Steger.

Michi und Christoph hatten hier wenig Losglück und wurden in die „Todesgruppe“ P gelost, wo unter anderem die späteren Gold- und Bronzemedaillengewinner auf die beiden warteten. Somit war hier gegen Duos wie Hannes Schnier/Franko Giuliani trotz durchaus guter Leistungen nicht allzu viel zu machen. In der 3. Partie konnte man immerhin einen 3:2-Sieg gegen Wimmer/Kurz erkämpfen.

Das Out in der Round Robin, aber ebenfalls einen Matchsieg gab es auch für Paul und Arthur in Gruppe F. Bei zwei 0:3-Niederlagen gegen die Aufsteiger besiegte man im 2. Spiel Geiger/Erler mit 3:1.

Eine positive Überraschung stellte der Auftritt von Mario/Julian dar, die eine bessere Auslosung hatten und diese bei ihren 1. Staatsmeisterschaften gleich zum Aufstieg aus der Gruppe nutzten! Sie schlugen sowohl Pacic/Pacic als auch Töplitzer/Wastian jeweils mit 3:1, bevor Pausch/Unterberger den beiden im Kampf um den Gruppensieg die Grenzen aufzeigte. In der K.O.-Phase war dann sogar durchaus noch mehr drin: beim 2:4 gegen Messner/Schlüpfinger wurden aber leider zu viele entscheidende Doppeldarts vergeben, insbesondere zur möglichen 2:0-Führung. Dennoch ist das Erreichen dieser Phase als Erfolg zu werten, denn diese beiden hatten sich erst über unser internes Qualifikationsturnier die letzten beiden freien Plätze gesichert!

Abends ging dann auch noch der Mixed-Bewerb über die Bühne, wo wir doppelt mit den Teams Barbara Walkner/Arthur Berghammer und Noémi Fülöp/Paul Targyik antraten.

Babsi und Arthur hatten hier einen super Auftritt, der beinahe in einer sensationellen Medaille geendet hätte. Im Viertelfinale dieses im direkten K.O.-Modus gespielten Turniers unterlag man nämlich den Mitfavoriten Pasa/Straub nur mit 3:4. Nach gewonnenem 1. Leg verpasste man eine höhere Führung, doch kämpfte man sich seinerseits von einem Rückstand per 120er High Finish in den Decider, wo ihre Gegner jedoch ihre Klasse mit einem 19-Darter bewiesen. Mit einem 66er Average kann sich hier auch die Gesamtleistung der Beiden mehr als sehen lassen, ebenso wie Platz 5 unter 36 Paarungen. Zuvor hatte man in Runde 1 Telsnig/Zwittnig klar 3:0 besiegt und rang anschließend Oberwinkler/Kutej nach einem Comeback von 1:3 noch mit 4:3 nieder. Ein starkes Turnier für Babsi und Arthur!

Pech hatten hingegen Noémi und Paul, die gleich zum Auftakt auf eins der Topfavoritin-Paare Muzik/Giuliani gelost wurden und mit 0:3 eine kleine Lehrstunde erhielten, auch wenn nicht jedes Leg eindeutig war und man sich durchaus würdig zur Wehr setzte.

Damit war der lange 1. Wettkampftag abgeschlossen.

Am Sonntag ging es dann mit den zahlreichen Einzelbewerben in allen Kategorien weiter. Während alle Acht natürlich am jeweilen Hauptbewerb für Damen bzw Herren teilnahmen, traten Arthur Berghammer (zusätzlich U23) sowie Paul Targyik (Paradarts stehend) gleich doppelt an.

Für Arthur lief der U23-Bewerb leider äußerst ärgerlich: In der sehr ausgeglichen verlaufenden Gruppe B unterliegt er leider in beiden Matches trotz ansprechender Performance knapp mit 2:3 und muss somit bereits frühzeitig die Segel streichen.

Besser läuft es wie erhofft für Paul, der im Para-Bewerb (stehend) unsere größte Medaillenhoffnung war und dieser auch gerecht wurde! Er gewann seine 3er Round Robin und schlug dann im Halbfinale auch Michael Pabst souverän mit 3:0. Somit gab es für ihn sogar das live gestreamte Finale vor Publikum, wo Österreichs Nr. 1 Bernhard Haider jedoch mit einem 68er Schnitt überragend spielte und 4:0 triumphierte. Somit gibt es Silber und zudem ein weiteres mal satte Punkte für die ÖDV-Rangliste für Paul Targyik!

Der Hauptbewerb der Herren, bei der sich die absolute Darts-Elite des Landes ein Stelldichein gab, war erwartungsgemäß eher ein Lernprozess für unsere Spieler. Für Arthur (0:4 gegen Stefan Rein), Michael Kopietz (1:4 gegen Raphael Strohhäusel), Paul Targyik (0:4 gegen Michael Zettl) und Julian Steger gab es Auftaktniederlagen. Julian hatte beim 3:4 gegen Christian Eccher jedoch seine Chancen auf einen Sieg. Diesen konnten stattdessen Christoph Melnitzky und Mario Biljanoski verbuchen. Christoph schlug Patrick Hartmann 4:1 und verlor danach nach ganz starker Leistung (70 Schnitt) sehr unglücklich 3:4 gegen Patrick Neumeister. Mario schlug Johannes Ripper 4:0 und erspielte sich damit das Recht auf eine Lehrstunde von Burgenlands Nr. 1 Senad Avdic, der 4:0 gewann und dabei unter anderem 15 und 18 Darts spielte.

Bei den Damen, die in Gruppenformat starteten, lief es in der Round Robin nahezu perfekt und sowohl Barbara Walkner als auch Noémi Fülöp konnten den Aufstieg ins Achtelfinale schaffen. Babsi schluf zu Beginn Melanie Sinzinger 3:2 und unterlag danach Tanja Messner. Das entscheidende Match um den Aufstieg gewann sie mit 3:1 gegen Alica König. Anschließend kam das extrem ärgerliche Aus gegen die spätere Bronzegewinnerin Zita Kayser. Beim 2:3 vergab Babsi Matchdarts, bereits zuvor geriet sie unnötig in Rücjstand als sie am Doppel die 2:1 Führung verpasste. Ihr starker Score in dieser wurde leider durch die Checkquote (12%) obsolet und eine noch bessere Platzierung wäre im Bereich des möglichen gewesen. Dennoch sind die Top 10 ein gutes Resultat.

Extrem erfreulich ist dieselbe Endplätzierung definitiv für Noémi, die erstmals durch die Gruppenphase im Einzel kommt und somit in der ÖDV-Rangliste anschreibt. Zwar ist zum Auftakt Urgestein Claudia Rottmann eine Nummer zu groß, doch anschließend bekommt sie es mit den beiden blutjungen U14-Spielerinnen Celina Glaser und Tabea Wenzlik zu tun, die sie beide bezwingen kann. Entscheidend um Platz 2 war dabei die 3:2 Nervenschlacht gegen Glaser, die beinahe 30 Matchdarts vergab. Im Achtelfinale war Noémi dann keinesfalls chancenlos beim 1:3 gegen Anna Bösch, wo sie auch ihre beste Partie im Turnier spielte. Damit gibt es fette Punkte zum Auftakt in den neuen Ranglistenzyklus!

Die AS-Abordnung hatte damit alle Darts dieses Wochenendes geworfen und darf durchaus zufrieden und mit einer Medaille im Gepäck die Heimreise antreten. Danke, dass ihr unseren Verein würdig bei den Sport Austria Finals vertreten habt!

An Sporran gratuliert allen österreichischen Staatsmeistern 2025 ganz herzlich zu ihren Erfolgen, insbesondere natürlich den Einzelgewinnern. Die Königsdisziplin ging heuer an Franko Giuliani, der Rowby-John Rodriguez in einem hochklassigen und packenden Endspiel 6:5 niederrang. Bei den Damen triumphierte Stefanie Telsnig. Herzlichen Glückwunsch!