Am vergangenen Wochenende war wieder einmal Ausnahmezustand bei An Sporran angesagt: ein weiteres mal brachten wir unseren größten Event des Jahres, das An Sporran Open 2022, über die Bühne. Hier erfahrt ihr, wie es für uns heuer gelaufen ist.

Bereits am Freitag ging es für uns mit dem Stress los, denn nicht nur fand am Abend das Warm-Up im Crown & Sword statt, sondern es musste auch im Schutzhaus am Ameisbach die Boardanlage für den Hauptteil des Wochenendes aufgebaut werden. Hierfür standen Anlagenmeister Ray Laverty unsere Mitglieder Anna Smertina, Steffen Holzer, Robert Sicho, Michael Kopiez, Alex Hruza, Martin Meindl und Christoph Melnitzky zur Verfügung. Trotz kleiner Verzögerungen zu Beginn spielte sich das Team schnell ein und die 20 Boards konnten erfolgreich aufgebaut werden. Manche ließen sich trotz der harten fünfstündigen Arbeit das Warm-Up trotzdem nicht entgehen. Wir danken euch für euren Einsatz!

Das Warm-Up ging ein weiteres mal in Kooperation mit Darts-Control über die Bühne, deren Präsident Thomas Siedl ein 170er-Turnier ihrer beliebten Hotfriday-Series in unserem Clublokal leitete. Stolze 46 Teilnehmer waren hier bereits dabei, was nur den Auftakt der über das ganze Wochenende überaus erfreulichen Teilnehmerzahlen bedeuten sollte. Ein „halber An Sporraner“ stand hier am Ende des Tages sogar als Sieger fest: Manuel Hartweg ist zwar in erster Linie Darts-Controler, wirft seine Pfeile allerdings schon seit Jahren in der Open League für die AS Claymores. Wir gratulieren!

Nach einer kurzen Nacht ging es für das Turnierleiter-Dreiergespann Martin Blauensteiner, Alex Hruza und Philip Karall dann am Samstagmorgen ins Schutzhaus am Ameisbach, wo ab 10 Uhr der Jugendbewerb den Auftakt zum Hauptteil des Wochenende bildete. Im Laufe des Vormittages trudelten dann mehr und mehr Spieler ein, sodass bis 12:30 Uhr zum Nennschluss in den Doppelbewerben sage und schreibe 38 Herren-Paare und 11 Damen-Duos angemeldet waren. Zusammen mit den Jugendlichen waren somit über 100 Spielerinnen und Spieler am Start! Dennoch gab es im Laufe des langen Turniers nur wenige Probleme, einzig ein wenig mehr Disziplin bei den Schreibern wäre wünschenswert gewesen, was aber bei ÖDV-Turnieren leider kein seltenes Problem darstellt. So mussten ein paar unserer Mitglieder mehrfach als Ersatzschreiber für unwillige Ausgeschiedene fungieren, was eigentlich nicht ihre Aufgabe wäre.

Weiters war mit leider nur 7 AS-Akteuren auch die spielerische Teilnahme am Samstag enttäuschend, was sich aber am Sonntag dann deutlich verbesserte.

Für unsere Herren-Duos Erich Masin/Manuel Fischer, Martin Meindl/Robert Sicho sowie Christoph Melnitzky/Michi Kopiez war jeweils in der Gruppenphase ob der extrem starken Besetzung bereits Endstation, was insbesondere für Erstgenannte eine kleine Enttäuschung ist, denn sie gingen als Gesetzte in ihre Gruppe und hatten generell heuer bislang starke Ergebnisse bei den Doppelturnieren zu verbuchen. Diesmal klappte es leider nicht. Höchst erfreulich verlief hingegen das AS Open-Comeback von Barbara Walkner, die gemeinsam mit der Kärntnerin Brigitte Otrob bis ins Finale kam und den 2. Platz eroberte! Gegen 20 Uhr konnte der anstrengende 1. Wettkampftag mit der Siegerehrung abgeschlossen werden.

Abschließend ging es wie immer am Sonntag bei den Einzelbewerben um die wichtigsten Titel des Turnieres, und wie bereits angedeutet gab es hier nochmals mehr TeilnehmerInnen als tags zuvor: 86 Herren und 25 Damen sorgten für die höchsten Meldezahlen seit den Tagen, an denen das AS Open noch ein Weltranglistenturnier war! In die Höhe getrieben wurden die Zahlen übrigens unter anderem auch dank des Donagal Darts Teams aus Irland, welches mit 11 SpielerInnen zu uns nach Wien kam und dem Event einen internationalen Anstrich verpasste. Dies kam ganz besonders den Damen-Bewerben zu Gute, denn nicht weniger als acht der elf Akteure waren Frauen. Etwas, worauf man in österreichischen Dartsvereinen wohl mit Neid blicken muss!

Die Einzelbewerbe liefen dann auch sportlich gut für uns. Bei den Herren gewann Vorjahresfinalist Marcus Haider im direkten K.O.-System drei Matches, bevor er Patrick Jelinek 4-2 unterlag und ebenso 9. wurde wie Manuel Hartweg, der sich dem späteren Finalisten Hannes Schnier geschlagen geben musste. Top 10-Resultate sind in diesem enorm starken Feld definitiv als Erfolg zu sehen. Aaron Hardy schied gegen den Iren Derek Quinn in der Runde der Letzten 32 und somit vermutlich früher als erhofft aus, auch wenn der ehemalige Champion nicht in Höchstform zum Turnier kommen konnte. Ansonsten konnte vor allem die junge Garde respektable Leistungen erzielen, für mehrere war es das erste große Turnier. Christoph Melnitzky eroberte im Hoffnungsbewerb den 3. Platz und sicherte sich damit nicht nur eine Urkunde sondern das 2. Jahr in Folge auch Ranglistenpunkte.

Bei den Damen war Barbara Walkner zwar als Einzelkämpferin unterwegs, doch ist hier das Wort „Kämpferin“ wörtlich zu nehmen: Nach überstandener Gruppenphase gab es ab dem Viertelfinale hochspannende Matches von ihr zu sehen, die sie jeweils erfolgreich bestreiten konnte: sie schlug Catalina Pasa (3:2) ebenso im Entscheidungsleg wie Jasmin Schnier (4:3). Diese Begegnung im Halbfinale lief besonders dramatisch ab, denn nachdem Babsi bereits 3:1 in Führung lag und auch im 5. Leg weit vorne lag, sah sie schon wie die sichere Siegerin aus. Dann flatterten allerdings die Nerven, zahlreiche Doppeldarts landeten im falschen Doppelfeld, und so konnte Jasmin das Leg stehlen und mit starken Scores das Kommando übernehmen. Sie glich souverän aus und hatte im Decider ihrerseits Matchdarts, doch auch die Ihren wollten das Doppel einfach nicht treffen, und so gewann Babsi doch noch mit einem Wurf in die Doppel 2. Das Finalboard blieb ihr allerdings wie schon am Vortag nicht gewogen: Im Endspiel gegen Bianca Serloth war die Luft draussen, und so gab es ein 1:5 und die zweite Silbermedaille dieses Wochenendes für Barbara Walkner.

Fasst man alle Bewerbe zusammen, bilanzieren wir somit mit 2x Silber in den Hauptbewerben, 1x Gold und 1x Bronze in den Nebenbewerben sowie weiteren guten Leistungen (insbesondere im Einzel) unserer jüngeren Talente. Damit können wir sportlich ein absolut positives Fazit ziehen!

Nach den letzten Siegerehrungen blieben Alex Hruza, Martin Blauensteiner, Christoph Melnitzky, Anna Smertina, Michi Kopiez, Martin Meindl, Robert Sicho und Philip Cejnar zurück, um gemeinsam mit Ray Laverty die Boardanlage wieder abzubauen. Völlig erledigt konnten wir den Saal unseren großartigen Gastgebern vom Schutzhaus am Ameisbach zu später Stunde ebenso leer und aufgeräumt übergeben, wie wir ihn Freitags übernommen hatten.

Damit war es ein weiteres Jahr überstanden. Wir bedanken uns nochmals bei all unseren engagierten Helfern und Spielern sowie bei unseren Gastgebern für Alles, was ihr an diesem Wochenende getan habt. Ohne eure helfenden Hände ist ein Turnier dieser Größenordnung schlichtweg nicht durchführbar, und doch macht ihr es jedes Jahr aus Neue möglich, das An Sporran stets eines der größten Steeldartsturniere des Landes durchführt. Vielen Dank, und genießt die einjährige Pause, bevor es im September 2023 wieder von vorne losgeht!